Naturkosmetik – Eine fähige Alternative ohne schlechtes Gewissen?

Naturkosmetik – Eine fähige Alternative ohne schlechtes Gewissen?

Wie kommt man eigentlich zu Naturkosmetik?

Wenn ich in der Vergangenheit an Naturkosmetik gedacht habe kamen mir immer diese sich vegetarisch oder vegan ernährenden, Baumwoll- und Leinenkleidung tragenden gesundheitsfanatischen Ökofrauen in den Sinn. Naturkosmetik nutzen die, die eh keine Ahnung von Kosmetik haben und lediglich auf Inhaltsstoffe und nicht auf hübsch sein achten. Weit gefehlt. Beziehungsweise sagen wir so: Die Zeiten haben sich geändert. Naturkosmetik erkämpft sich immer mehr ihren Platz in den Drogeriemärkten. Überhaupt sind immer mehr Menschen auf diesem „Back to Nature“-Trip. Ich selbst bin zur Naturkosmetik gekommen, weil ich mich aufgrund gesundheitlicher Probleme in letzter Zeit viel mit Ernährung beschäftigt habe und damit, wie man möglichst effektiv Giftstoffe vom Körper fernhält. Dabei habe ich gelesen, dass ungefähr 70% von dem, was wir uns auf die Haut schmieren und auf uns sprühen in unseren Körper und in unsere Organe gelangt. Hinzu kam die Tatsache, dass man auch im Bekanntenkreis und auch im Internet immer mehr Menschen sieht, die anfangen, sich umweltbewusster und gesundheitsbewusster zu verhalten und vor allem zu konsumieren. Skandale im Bereich der Lebensmittelindustrie und auch im Bereich der Tierversuche führen auch dazu, dass sich immer mehr Menschen von konventionellen Produkten abwenden und sich sauber und bewusst ernähren sowie bewusst einkaufen.

Naturkosmetik Alverde und LaverdaDiese 70% haben mich wirklich beeindruckt und die logische Konsequenz war, mich zu fragen wie die Alternativen aussehen. Mal abgesehen davon, dass man das mit der Kosmetik auch ganz sein lassen könnte bestünde doch die Möglichkeit mal unter den Naturprodukten nachzusehen. Also habe ich mir das Sortiment an Naturprodukten in meinem Lieblingsdrogeriemarkt mal angeschaut und ich war wirklich überrascht wie viel Auswahl es gibt. Nicht nur an Marken sondern auch an Produkten. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass es dekorative Kosmetik oder Nagellacke im Naturkosmetikbereich gibt. Wie machen die das? Und ist das jetzt auch wirklich alles bedenkenlos? Ist dort jetzt weniger Chemie drin oder gar keine Chemie und mit Chemie meine ich schädliche Chemie. Und wie sieht das mit den Tierversuchen aus?

Worin unterscheidet sich Naturkosmetik von herkömmlicher Kosmetik?

Im Gegensatz zu herkömmlicher Kosmetik besteht Naturkosmetik ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen, welche für gewöhnlich aus biologischem Anbau stammen. Naturkosmetik stammt außerdem aus umweltfreundlicher Herstellung und was ganz besonders wichtig ist: Sie wird nicht an Tieren getestet. Auch bei der Verpackung wird in der Regel auf umweltfreundliche Rohstoffe geachtet. Es dürfen keinerlei tierische Rohstoffe verwendet werden und es muss vollständig auf synthetische Farb- und Duftstoffe sowie Paraffine und andere Erdölprodukte verzichtet werden. Die Konservierungsstoffe sind allesamt natürlich, das heißt ätherische Öle und Vitamin B beispielsweise. Wie das die einzelnen Marken handhaben könnt Ihr dann aber nochmal auf den jeweiligen Websites nachlesen. Ich persönlich habe bisher nur die Produkte von Lavera und Alverde ausprobiert. Auf beiden Websites bekommt man einen sehr schönen Einblick in deren Inhaltsstoffe und Prinzipien. Wirklich wichtig ist, dass ihr euch gut informiert, denn der Begriff Naturkosmetik ist nicht geschützt. Grundsätzlich dürfte also jede Kosmetik als Naturkosmetik vertrieben werden.
Aber trotzdem habt ihr die Möglichkeit, euer Wunschprodukt genauer unter die Lupe zu nehmen: Alles was nicht natürlich ist muss extra auf der Verpackung gekennzeichnet sein. Achtet darauf!

Auf gleicher Höhe

Das Schöne am Naturkosmetik-Boom ist, dass nun immer mehr Kosmetikhersteller nachziehen und die Produkte auch im Drogeriemarkt immer mehr an Stellenwert gewinnen. Naturkosmetikfans müssen nicht unbedingt einen Biomarkt aufsuchen, um Cremes und Öle zu erstehen, sondern können sie auch bei dm und Co. erstehen. Und tatsächlich, den größten Vertriebskanal stellen die Drogeriemärkte dar. Die ein oder andere Marke, wie beispielsweise Annemarie Börlind, begrenzt den Vertrieb ihrer Produkte auf den Fachhandel. Würde sie das nicht tun müsste sie beginnen, ihre Produkte in viel größerer Stückzahl zu produzieren und darunter, so Börlind, würde in jedem Fall die Qualität der Kosmetik leiden. Außerdem bietet der Fachhandel auch ein gewisses Maß an Fachberatung.
Alles in allem ist es schön zu sehen, dass auch diejenigen unter uns, die besonders hohen Wert auf natürliche Inhaltsstoffe, umweltschonende Herstellungsverfahren und Kosmetika achten, welche auch ohne Tierversuche auskommen, genauso leicht fündig werden und ihre Lieblingskosmetika finden wie die Anhänger der herkömmlichen Kosmetika auch. Was doch auch nur fair ist. Außerdem glaube ich, dass, wie Anfangs beschrieben, der Trend des bewusster Leben noch lange so weiter gehen wird und sich weiter ausbreiten wird.

Wenn auch ihr nun auf den Geschmack gekommen seid oder euch überlegt, ob Naturkosmetik auch etwas für euch ist, dann probiert doch mal das ein oder andere Produkt aus der Drogerie oder dem Bioladen aus. Weitere Infos findet ihr auch unter:

http://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/
http://www.dm.de/de_homepage/schoenheit/naturkosmetik/

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