Natürlich blond? – Was tun wenn nicht?!

Natürlich blond? – Was tun wenn nicht?!

Beinahe jeder hat sich die dunklen oder bereits hellen Haare schon mal getönt, gefärbt oder blondiert. Kaum zu glauben, aber tatsächlich sind nur 2% der Weltbevölkerung natürlich blond. Da liegt es auf der Hand, dass ziemlich viele da draußen chemisch nachgeholfen haben. Was ja durchaus okay und auch normal ist, aber wie gesund ist das eigentlich? Denn schon oft habe ich gehört, dass das färben oder blondieren sehr schädigend für das Haar sein soll.

Der Unterschied zwischen tönen, färben und blondieren

rote-haareDer Unterschied zwischen tönen, färben und blondieren ist groß. Blondieren zeichnet sich dadurch aus, dass dem Naturhaar dunkle Pigmente entzogen werden, wodurch es heller wird. Beim Färben werden Pigmente in die Haarstruktur eingeschleust und beim Tönen legen sich die Pigmente um das Naturhaar herum. Demnach ist das Tönen der Haare die wohl schonendste Methode, das eigene Haar in einer neuen Farbe erstrahlen zu lassen. Tatsächlich verleihen Tönungen den Haaren einen wunderbaren, frischen Glanz. Ich persönlich bin auch nach etlichen Jahren des Blondierens zum Tönen übergegangen, da mir die Haare ständig abgebrochen sind und das komplette Haar irgendwann zwar schön blond, allerdings auch stumpf und kaputt war, besonders in den Spitzen.
Ein weiterer Unterschied besteht in der Langlebigkeit. Färben und Blondieren ist von Dauer und die Farbe muss aus dem Haar rauswachsen. Daher wird auch, wenn sich nach zwei bis drei Wochen ein Ansatz bildet, für gewöhnlich nur der Ansatz auch nachgefärbt oder blondiert. Bei Strähnchen ist das unterschiedlich. Viele Frisöre ziehen immer wieder neue Strähnen, wodurch das ganze Haar irgendwann blond ist während andere immer wieder die bereits gesträhnten Haare nachziehen. Kommt eben darauf an, was der Kunde oder die Kundin am Ende für einen Effekt haben möchte.
Beim Tönen ist das mit der Dauerhaftigkeit nicht gegeben. Eine Tönung wäscht sich nachungefähr 4-8 Wochen raus. Das kommt ganz auf die Herstellermarke an. Dies bietet sich vor allem für Männer und Frauen an, die kein großes Risiko eingehen möchten und im schlimmsten Falle, nämlich wenn die Farbe überhaupt nicht gefällt, ist man die die Farbveränderung nach ein paar Haarwäschen wieder los.

Alles hat Vor- und Nachteile

blondierenDas Problem ist letztendlich: Wer blonder oder heller werden möchte, muss zwangsläufig entweder zu Farbe oder Blondierung greifen, denn man kann Haare nicht heller tönen. Greift man zu Farbe so kann man in beide Richtungen gehen, hell und dunkel. Wobei hier auch, je nach Wunschfarbe, erst einmal vorblondiert werden muss, um anschließend die gewünschte Endfarbe auftragen zu können. Das Haar dunkler zu färben ist immer einfacher. Dunkles Haar aufzuhellen birgt seine Risiken. Mehr als 6 Nuancen sollte man ein Haar nicht aufhellen und vor allem dunkles Haar kann nach dem Blondieren rotstichig werden. Daher mein Rat an euch: Lasst euch absolut immer von einem Profi beraten und macht so etwas nicht alleine zu Hause. Es sei denn Ihr habt bereits Erfahrung und Übung im Färben und Blondieren. Sich zu Hause die Haare zu tönen dürfte hingegen kein Problem sein. Schlimmstenfalls geht man anschließend zum Frisör und lässt sich nochmal drüber tönen.

Eine letzte Warnung

Wovor ich allerdings noch unbedingt warnen möchte, sind die in den Drogeriemärkten zu erstehenden Blondierungssprays, wie beispielsweise das Spray von John Frieda Sheer Blonde go blonder. Diese Sprays sind absolutes Gift für die Haare. Ich habe mir mal mein Haar dunkel gefärbt und wollte anschließend wieder blond werden. Allerdings war ich sehr ungeduldig, wollte selbst Hand anlegen und habe mir dieses Spray zugelegt. Eins muss ich sagen: Es funktioniert, und zwar bestens. Meine Frisörin allerdings war entsetzt und riet mir strengstens von dieser Blondiermethode ab. Das Problem mit diesen Sprays ist folgendes: Man sprüht sich das Spray auf die zu blondierenden Stellen, ins Nasse Haar, und föhnt es anschließend trocken. Anders als beim Frisör wird der Blondiervorgang aber nicht abgebrochen, wie dort beispielsweise beim Auswaschen der Haare. Das Haar bleibt im Blondierungsprozess und die aufgesprühte chemische Flüssigkeit macht das Haar immer heller, mürber und dünner. So manch einer hat sich damit schon einen chemischen Haarschnitt verpasst. Also bitte Hände weg von so etwas. Ich weiß, der Preis für so eine Flasche im Gegensatz zu den Preisen beim Frisör ist unschlagbar aber ihr tut euch keinen Gefallen damit. Ehrlich!

Immer professionellen Rat einholen

Ich rate euch also, wer die Haarfarbe ändern will, ob getönt, gefärbt oder blondiert, lasst euch erst einmal umfassend von eurem Frisör beraten, denn die haben Ahnung. Und akzeptiert es wenn man euch vom Blondieren oder Färben abrät, weil das Haar bereits verändert oder geschädigt ist. Seid lieber geduldig und wartet ab, denn wenn man anschließend die eigenen Haare in einer Plastiktüte heimträgt ist niemand mehr glücklich.

Auf Friseur-Fragen.de beispielsweise findet Ihr weitere Infos und auf Gofeminin.de könnt Ihr euch mit anderen zu dem Thema Blondieren, Färben, Tönen austauschen.

 
Foto: Marta Nørgaard / flickr.com, Lizenz: CC-BY
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Foto: juliaschilling / flickr.com, Lizenz: CC-BY

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