Korsetts – Weiblichkeit pur für (fast) jeden Anlass

Korsetts – Weiblichkeit pur für (fast) jeden Anlass

In früheren Epochen galt das Korsett als strenges Schnürmieder, in das sich Frauen zu zwängen hatten, ob sie wollten oder nicht. Jede Epoche hatte dabei ihr ganz eigenes Figurideal, was das Korsett anging. War zu Zeiten Königin Viktorias die gerade, strenge Linie in, wurden die Korsetts später kurviger bis hin zur berühmten Uhrglasform zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Danach wurden sie verbannt als Symbol der Unterdrückung der Frauen.

Erst in den Achtzigern begannen Stars wie Madonna das Korsett wieder salonfähig zu machen. Madonnas Korsett wurde damals von dem weltbekannten französischen Designer Jean Paul Gaultier designt und erlangte ebenfalls Weltruhm. Korsetts sind bis heute das Markenzeichen von Jean Paul Gaultier und sogar seine Parfumflacons, in Form von Frauenkörpern, tragen kleine Korsetts. Heute gehört es schon fast wieder zum guten Ton ein Korsett zu tragen.

Farben, Formen, Materialien – Die Qual der Wahl

Oberbrustkorsett

TO.mTO Berlin Foto by Zarya Eleva

Ihre neue Beliebtheit hat die Korsettkultur wieder aufblühen lassen. Die Formen verschiedener Epochen und ganz neue Schnitte vereinen sich zu einem bunten Potpourri, in dem jede die für sie ideale Form findet. Nicht jeder kann nämlich jede Korsettform tragen. Was an der Einen blendend aussieht und bequem ist, kann bei der Anderen höchst unbequem sein und die Figur vielleicht sogar unvorteilhaft betonen. Finden Sie also Ihren persönlichen Korsetttyp heraus, am besten bei einer Beratung und Anprobe in einem Laden vor Ort. Aber auch online können Profis schon viel aus Ihren Maßen lesen. Die Korsett Manufaktur TO.mTO in Berlin beispielsweise ist ein sehr kompetenter Ansprechpartner wenn es um maßgenschneiderte und qualitativ hochwertige Stücke geht. Auch die Materialien sind heute vielseitiger als noch in früheren Epochen. Von den Klassikern Satin und Samt über edlen Taft, Brokat und echte Seide bis hin zu Lack, Leder und Latex gibt es heute fast nichts, was es nicht gibt. Und sollte es doch einmal Ihr Traumkorsett nicht in ihrem Wunschmaterial geben, können Korsettschneider hier abhelfen. Selbes gilt natürlich auch für die Farbe, falls Sie die gewünschte nicht finden.

Von der Party bis zum Büro – Korsetts im Alltag

Ein langer, schmaler oder weiter Rock und dazu ein langes Korsett – fertig ist das Outfit für gehobene Anlässe, Hochzeiten und Ballabende. Doch in dieser Nische bleibt das Korsett nicht versteckt. Heute sieht man auch auf verschiedenen Partys wieder öfter Frauen in Korsett. Dabei müssen es nicht immer die markanten, langen Vollbrustkorsetts sein, auch Unterbrustkorstets oder Taillenkorsetts bringen die weibliche Silhouette wunderschön zur Geltung. Vor allem Gothics und andere Angehörige der schwarzen Subkultur tragen das Korsetts auch im Alltag oder nähen aufwändige Modelle für Festivals. Dabei macht es nicht nur an diesen über den Tag eine gute Figur. In Westenform mit Nadelstreifen beispielsweise könnten Sie es sogar im Büro zum Kostüm oder Hosenanzug tragen.

Unterbrustkorsett

TO.mTO Berlin Foto by Zarya Eleva

Der Korsettfetisch – Schnüren mit Leidenschaft

Sind die meisten Korsettträger einfach von der Optik begeistert, geht es den Korsettfetischisten auch um das Gefühl oder um das sinnliche Ritual des Schnürens. Für sie hat das Korsett nicht einfach nur einen erotischen Touch, es ist Sex pur. Extrem weibliche Silhouetten sind jedoch nicht nur bei Korsettfetischisten beliebt. Das Korsett ist quasi ein Grundinventar im (weiblichen) Fetisch-Kleiderschank. Wenn es heißt „Dresscode only“ ist man mit einem Korsett ganz sicher richtig und der Türsteher am Club lässt die geschnürten Damen gerne ein.

 

Man(n) trägt Korsett

Ja, Mann trägt tatsächlich Korsett. War es früher das Offizierskorsett für die besonders männliche Figur und eine edle, aufrechte Haltung, ist es heute das Herrenkorsett vor allem für Fetischisten. Noch aber hat es das Männerkorsett nicht aus seiner Nische heraus geschafft. Und so bleibt das Korsett für uns wohl auch noch eine Weile vor allem eines: ein unbeschreiblich weibliches Kleidungsstück.

(Foto: Patrick Pielarski / flickr.com, Lizenz: CC-BY)